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Allergenkarenz

Allergenkarenz

Der Begriff Allergenkarenz bedeutet nichts anderes als das Meiden des allergieauslösenden Stoffes. Die Vermeidung des Kontakts mit Allergenen stellt die mit Abstand wirkungsvollste Methode bei der Therapie einer Allergie dar. Dies funktioniert bei einigen Allergien sehr gut. Zum Beispiel bei einer Allergie auf bestimmte Nahrungsmittel oder bei Kontaktallergien.

Leidet man hingegen an einer Allergie auf Pollen, Hausstaub oder Tierhaare, so ist eine Allergenkarenz schon schwerer umzusetzen.

Trotzdem gibt es auch für die letztgenannte Gruppe verschiedene Maßnahmen, die diese einsetzen können, um sich vor den fraglichen Allergenen zu schützen.

Vor Allergien gegen Pollen schützen – welche Maßnahmen helfen

Im Folgenden wollen wir verschiedene Maßnahmen aufführen, wie man sich gegen Pollen schützen kann.

  • Zu Beginn der Pollensaison scheint es fast unmöglich, diesen zu entfliehen. Doch dieser Eindruck täuscht. Als ersten Schritt kann man einen Pollenflugkalender verwenden. In diesem sind die Flugzeiten der einzelnen Gräser- und Baumpollen vermerkt. Wenn man weiß, wann diese Zeiten sind, hält man sich am Besten nicht in der freien Natur auf. Eine Radtour oder Wanderung wären in diesem Fall eher kontraproduktiv.
  • Leider kann man es nicht immer Vermeiden, nach draußen zu gehen. Sollte dieser Fall eintreten, so ist es ratsam, unmittelbar nach Eintreffen in Haus oder Wohnung die Kleider zu wechseln. Diese Kleider sollten möglichst an Orten in Haus oder Wohnung aufbewahrt werden, an denen man sich so selten wie möglich aufhält. Auf keinen Fall haben diese etwas in den Schlafräumen verloren.
  • Ebenso empfiehlt es sich, unmittelbar nach der Ankunft im Heim zu duschen. Dabei sollten in jedem Fall auch die Haare gewaschen werden, da sich in diesen massiv Pollen festsetzen können.
  • Zusätzlich kann man noch in der Klimaanlage und Auto Pollenfilter installieren. Diese sollten im Fall des Falles nur von Personen gereinigt werden, die nicht an einer Allergie leiden.
  • Es gibt auch noch feine Netze, ähnlich einem Fliegengitter, die man an den Fenstern anbringen kann. Diese Netze bieten aber keinen vollständigen Schutz, da die Pollen in vielen Fällen zu klein sind und diese Netze einfach passieren können.
  • Für den Urlaub sollte man Gegenden auswählen, in denen die Pollenkonzentration sehr gering bis überhaupt nicht vorhanden ist. So bietet sich zum Beispiel ein Urlaub im Gebirge oder an der See an. Eine weitere Alternative sind Länder, in den es die fraglichen Pollen nicht gibt. Beispielsweise in Südeuropa.

Welche Maßnahmen bei Allergie gegen Hausstaub

Um sich wirkungsvoll gegen Hausstaub zu schützen, stehen folgende Maßnahmen zur Verfügung.

  • Nach Möglichkeit sollte man alle Gegenstände aus der Wohnung entfernen, in denen sich Hausstaub festsetzen kann. Dazu zählen Vorhänge und Gardinen. Jene kann man zum Beispiel durch Jalousien ersetzen. Diese können bei Bedarf einfach durch feuchtes Abwischen gereinigt werden.
  • Kaufen Sie keine Sitzmöbel, die mit Polstern und Stoffbezügen ausgestattet sind. Falls diese schon in ihrem Besitz sind, sollte man sie gegen andere Möbel austauschen. Am Besten eignen sich Sitzmöbel, die mit Leder oder Kunstleder bespannt sind.
  • Für das Bett bieten sich so genannte Encasings an. Dies sind Überzüge für die Matratze und für das Bettzeug, die absolut undurchlässig für Hausstaub sind. Da man in minderwertigen Ausführungen dieser Überzüge sehr leicht anfängt zu schwitzen, ist es wichtig, immer auf die Auszeichnung „atmungsaktiv“ zu achten. Im Fall des Falles ist es ratsam, lieber einen Euro mehr auszugeben und auf Qualität zu setzen.
  • In der Wohnung eines Allergikers, der eine Empfindlichkeit gegen Hausstaub hat, sollten sich auch keine Teppiche oder Teppichböden befinden, da sich in diesen der Hausstaub ansammelt und bei jedem Schritt aus diesen heraus gepresst wird und durch die Raumluft wirbelt.
  • Ebenso ist zu empfehlen, die Wohnung nicht aus zu fegen, sondern stattdessen besser zum Staubsauger zu greifen. Beim Fegen wird Hausstaub nur unnötig aufgewirbelt.
  • Bei der Anschaffung eines Staubsaugers sollte man zu einem Modell greifen, dass über einen Feinstaubfilter verfügt. Noch besser geeignet sind Geräte, die einen Wasserfilter haben.
  • Beim Staubwischen auf Möbeln sollte man immer einen feuchten Lappen verwenden. Auf keinen Fall einen Staubwedel benutzen!

Wie vor Allergie gegen Tierhaare oder Vogelfedern schützen

Sollte man gegen Tierhaare allergisch sein, so muss man sich in den meisten aller Fälle von dem geliebten Vierbeiner trennen. Dies trifft besonders dann zu, wenn man auf Katzenhaare reagiert.

Die letztgenannte Tiergattung verfügt über besonders potente und sehr aggressive Allergene, die sich sogar bis in Wohnungen verbreiten, in denen sich nachweislich nie eine Katze aufgehalten hat. Aus diesem Grund ist auch unsinnig, die Katze in einem separaten Raum zu halten. Hundehaare sind hingegen in der Regel unproblematisch.

Sollte eine Allergie gegen Vögel bestehen, so kann man sich entweder von diesen trennen oder mit geeigneten Maßnahmen, ein weiteres Zusammenleben ermöglichen. Als Wichtigstes ist zu nennen, dass ein Allergiker niemals den Käfig des Vogels reinigen sollte.

Bei einer Allergie gegen Vögel reagiert man nämlich nicht auf die einzelnen Federn, sondern auf die in diesen befindlichen Milben. Besonders im Vogelkäfig ist die Milbenkonzentration besonders hoch. Der Vogelkäfig sollte aus den genannten Gründen auch niemals an die Raumdecke gehängt werden.

Auf diese Weise verbreiten sich die Allergene viel schneller im Raum. Besser ist es einen Standort zu wählen der sich in einer Ecke des Wohnbereichs befindet, an der Luftverwirbelungen ausgeschlossen sind.

Schutz vor Kontaktallergien

Sollte man unter Kontaktallergien, zum Beispiel gegen Nickel, Kosmetika oder andere Stoffe leiden, ist es ratsam, diese einfach nicht mehr zu benutzen. Das heißt, keinen Schmuck mehr an zu legen, bei dessen Tragen sich allergische Reaktionen gezeigt haben.

Auch sollte entsprechende Kosmetika und Pflegemittel durch solche ersetzt werden, die keine allergischen Reaktionen hervorrufen. Dazu zählen zum Beispiel Seifen, die keine Zusätze wie Duftstoffe oder ähnliches enthalten. Als Beispiel sind hier die Kernseife oder die Marseillerseife zu nennen.

Kommen die Allergene am Arbeitsplatz vor, kann man sich zum Beispiel dadurch schützen, dass man entsprechende Schutzkleidung, wie beispielsweise Handschuhe trägt. Auch das Auftragen von schützenden Cremes vor dem Beginn der Arbeit kann hilfreich sein.

Sollte dies alles nicht helfen, kommt nur ein neuer Arbeitsplatz in Betracht. So ist zum Beispiel in den meisten aller Fälle möglich, in eine andere Abteilung zu wechseln oder eine Stelle in der Verwaltung anzunehmen.

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