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Anaphylaktischer Schock

Anaphylaktischer Schock - Diagnose und Erste hilfe bei der extremen allergischen Reaktion.

Zu einer der schwersten allergischen Reaktionen zählt der anaphylaktische Schock. Dieser kann den gesamten Körper betreffen und sogar zu Kreislaufversagen und Tod führen. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu wissen, was zu tun ist.

Ein anaphylaktischer Schock ist die heftigste Reaktion eines Körpers auf ein Allergen.

Gleich nach dem Kontakt wird verstärkt Histamin ausgeschüttet. Dies sorgt dafür, dass sich erst die Blutgefäße weiten und als Folge der Blutdruck rapide absinken kann. Dadurch werden lebenswichtige Organe und das Hirn nicht mehr oder nur ungenügend durchblutet. Allein diese Reaktion kann dafür sorgen, dass der Kreislauf zusammenbricht und dass der Betroffene unter Umständen stirbt.

Doch es gibt noch ein zweites Symptom des anaphylaktischen Schocks. Durch das ausgeschüttete Histamin werden die Gefäße gewissermaßen löchrig. Dadurch tritt aus den Gefäßen Flüssigkeit aus, die sich dann im Gewebe anlagert. Es können sich Ödeme bilden. Besonders im Bereich des Kehlkopfes können sich solche Schwellungen lebensgefährlich auswirken.

Das dritte Symptom des anaphylaktischen Schocks ist akute Luftnot. Durch das Histamin können sich die Atemwege verkrampfen. Dies sorgt für die eben erwähnte Symptomatik. Schon sehr kurze Zeit nach dem Kontakt mit dem Auslöser treten die ersten Beschwerden auf. Je eher Beschwerden auftreten, umso schlimmer für den Betroffenen. Zu den Auslösern gehören alle bekannten Allergene wie sie zum Beispiel in Nahrungsmitteln, Medikamenten oder Insektengiften vorkommen.

Auch bei der Hyposensibilisierung kann es zum Auftreten eines anaphylaktischen Schocks kommen.

Wie schon erwähnt sind die Beschwerden, die unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen eintreten, ein Indiz für die Stärke und Gefährlichkeit des anaphylaktischen Schocks. Deshalb ist es wichtig, die Anzeichen zu erkennen, um entsprechend handeln zu können.

Zu den Symptomen eines anaphylaktischen Schocks zählen:

Rötungen der Haut, Quaddeln, das Anschwellen von Gliedmaßen und Juckreiz auf der Haut und/oder den Schleimhäuten

  • Kratzen im Hals
  • Übelkeit und Erbrechen sowie Schluckbeschwerden
  • Kopfschmerz
  • akute Atemnot oder sogar Asthmaanfälle
  • unbestimmte Angstgefühle sowie Unruhe
  • Eintrübung des Bewusstseins
  • verlangsamter oder beschleunigter Puls
  • Bei besonders schweren Reaktionen Abgang des Harns oder Stuhls
  • Atemstillstand und Bewusstlosigkeit

Wie bei einem anaphylaktischen Schock verhalten?

Das Wichtigste ist, sofort den Notdienst zu verständigen und somit Hilfe zu holen!!

Es müssen nicht alle Symptome gleichzeitig auftreten. Bei besonders schweren Reaktionen auf das Allergen, können zum Beispiel die Anzeichen auf der Haut ausbleiben. Dadurch kann es passieren, dass der Schock nicht als anaphylaktischer Schock identifiziert wird. Durch den Stillstand der Atmung und des Herzens kann dann sehr schnell der Tod eintreten.

Wenn Sie Zeuge eines solchen Vorgangs werden, gilt es vor allem, sehr schnell zu handeln. Es ist dabei jedoch wichtig, die Ruhe zu bewahren. Der erste Schritt ist das Alarmieren des Notarztes.
Sollte der Patient nicht unter Atemnot leiden, ist es ratsam, ihn flach hin zu legen und die Beine hoch zu lagern.

Lassen Sie den Patienten auf keinen Fall allein.Sollte ein Notfallset zur Hand sein, geben Sie ihm die nötigen Medikamente sofort. Am Besten noch bevor der Notarzt eintrifft. In dem Notfallset befinden sich ein schnell wirkendes Antihistaminikum, eine Adrenalin- und Kortisonspritze.
Das Stresshormon Adrenalin ist das wichtigste Medikament, das dabei zum Einsatz kommt. Sobald die ersten allgemeinen Symptome auftreten, wird das Medikament injiziert. Durch die Wirkung des Adrenalins kommt es innerhalb weniger Sekunden dazu, dass Herz- und Kreislauffunktionen wieder angeregt werden.
Durch das Kortison werden Entzündungen gehemmt. Die Angehörigen des Patienten und der Patient selbst sollten stets genau wissen, wie mit dem Notfallset umzugehen ist.Auch wenn es dem Patienten nach der Verabreichung des Notfallsets wieder besser geht, ist dringend anzuraten den Notarzt zu rufen oder sich in eine Notfallstation im Krankenhaus zu begeben.

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