Startseite / FAQ / Der Bauernhof-Effekt

Der Bauernhof-Effekt

Kinder, die auf Bauernhöfen leben, erkranken seltener an Allergien als Stadtkinder. Besonders der Heuschnupfen und das Asthma fallen hier besonders auf. Warum dies so ist, wollten Forscher der Uniklinik München herausfinden.

Unter allen chronischen Krankheiten bei Kindern ist das Asthma bronchiale (allergisches Asthma) mit Abstand die Nummer eins. Leiden in Großstädten etwa 10% der Kinder darunter, so sind es auf den Bauernhöfen gerade mal 2%. Beim Heuschnupfen haben Landkinder nur eine halb so hohe Möglichkeit, zu erkranken wie Kinder aus der gleichen Region.

In mehreren Studien wurde ermittelt, dass Bauernhof-Kinder viel seltener an Asthma bronchiale und Heuschnupfen erkranken. Dazu wurden Gruppen von Kindern untersucht. Solche, mit häufigem Stallkontakt, mit seltenerem Stall-Kontakt und solche, ganz ohne Kontakt zum Bauernhof.

Studien zum Bauernhofeffekt

Dazu mussten die Forscher eine Vielzahl von Proben einsammeln. Es wurde in den Elternhäusern der Kinder, im Stall-Mist, im Heu und im Staub gesucht.

Es wurde festgestellt, dass in der Umgebung der Bauernhofkinder eine hohe Anzahl von Bakterien, bzw. deren Bestandteilen existiert. So genannte Endotoxine.

Das Ergebnis war mehr als eindeutig. Kinder, die sehr oft im Stall oder in der Scheune spielen, haben ein deutlich geringeres Risiko, an Allergien zu erkranken.

Der Bauernhof macht Kinder widerstandsfähig

Allem Anschein nach, sind es die Keime aus dem Kuhstall, die das Immunsystem der Kinder widerstandsfähig machen. Der regelmäßige Kontakt mit den erwähnten Bakterien, regt das Immunsystem zur Bildung von Antikörpern an und härtet es auf gewisse Weise ab.

Da das Immunsystem diese Keime und Bakterien abwehren muss, reagiert es nicht auf harmlose Stoffe wie Staub oder Pollen und es kommt zu keiner allergischen Reaktion. Dadurch wird das Immunsystem herausgefordert und kann eine gute Balance zwischen Abwehr und Toleranz finden.

Der Bauernhof-Effekt hat sogar schon Auswirkungen auf die Gesundheit ungeborener Kinder. Diese sind besonders geschützt vor Allergien der Atemwege.

Der Bauernhof-Effekt bei Schwangeren

Es wird vermutet, dass die Mütter die während der Schwangerschaft dem Bauernhof-Milieu ausgesetzt waren, die erworbenen Fähigkeiten bereits an das ungeborene Kind weiter geben.

Und es gibt noch einen weiteren Faktor, der vor Allergien schützt. Die Forscher haben herausgefunden, dass in der Rohmilch Keime enthalten sind, die den Bauernhofkindern helfen, das ihr Immunsystem stimuliert wird, sofern sie von klein auf an diese Milch gewöhnt sind. Bei Stadtkindern bestünde die Gefahr, dass sie von der Rohmilch krank werden könnten.

Es ist also kein Problem, wenn sich Kinder mal schmutzig machen. Es kommt aber auf den „richtigen“ Schmutz an. Er sollte in jedem Fall vom Bauernhof stammen.

Lesen Sie auch:

Wie einen Bienenstich behandeln?

Wie einen Bienenstich behandeln?

Inhaltsverzeichnis1 Welche ersten Maßnahmen helfen nach einem Bienenstich?2 Was gilt es bei einer bei allergischen …