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Testen gegen Corona: Kranke und Krankheit erkennen

Testen gegen Corona: Kranke und Krankheit erkennen

Fieberhaft arbeiten Wissenschaftler weltweit an einem Impfstoff gegen das Corona-Virus, in Fachkreisen SARS-CoV-2. Experten gehen davon aus, dass es frühestens im Jahr 2021 eine wirksame Impfung gegen das Virus geben wird.

Bis es so weit ist, wird die Gesellschaft mit der Gefahr einer Infektion leben müssen. Das führt zu massiven Einschränkungen. Mit Schutzkleidung für den Alltag können Menschen sich und ihre Mitbürger vor einer Übertragung der Krankheit schützen. Wer im Verdacht einer Ansteckung steckt, wird von den Behörden getestet. Doch wie funktionieren die Tests, die Kranke und die Krankheit erkennen?

Der Kreis der Getesteten

Nicht alle Bundesbürger werden pauschal auf eine Ansteckung mit SARS-CoV-2 getestet. Das macht aus wissenschaftlicher Sicht auch keinen Sinn. Immerhin kann es bis zu 14 Tagen dauern, ehe überhaupt eine Infektion nachweisbar ist. Daher werden viele Tests erst nach diesem Zeitraum durchgeführt.

Die Gesundheitsämter sind federführend bei der Ausführung und Auswertung der Tests. Sie haben Kriterien festgelegt, nach dem Menschen auf das neuartige Virus getestet werden. Um die Kapazitätsgrenzen nicht zu erreichen, werden aktuell nur Menschen mit grippeähnlichen Symptomen auf das Corona-Virus getestet. Zudem muss ein weiteres der genannten Kriterien vorliegen:

Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall binnen der letzten 14 Tage
• diagnostizierte Vorerkrankung der Atemwege, etwa allergisches Asthma bronchiale
• Arbeitsumfeld mit einem hohen Risiko, Kontakt zu erkrankten Personen zu haben.

Kosten trägt die Krankenkasse

Menschen mit Verdacht einer Infektion sollten nicht selbstständig zur nächsten Teststelle laufen. Das ist in den meisten Fällen ein Krankenhaus, der Hausarzt oder ein speziell eingerichtetes Testzentrum. Liegen Symptome vor, ist eine telefonische Anmeldung beim Arzt oder Krankenhaus erforderlich. Dadurch wird verhindert, dass man im Wartezimmer weitere Personen anstecken könnte.

Die sicherste Kontaktstelle bei einem Verdacht ist der ärztliche Bereitschaftsdienst in Deutschland. Unter der bundesweit geltenden Nummer 116 117 können Menschen sich telefonisch beraten lassen. Darüber hinaus haben viele Bundesländer eigene Hotlines für betroffene Personen eingerichtet.

Wird ein Test auf SARS-CoV-2 durchgeführt, muss die getestete Person nicht mit Kosten rechnen. Alle anfallenden Kosten für einen Test auf eine mögliche Corona-Infektion werden von der jeweiligen Krankenkasse übernommen. Das gilt sowohl für Menschen in der gesetzlichen Krankenversicherung wie auch für Privatversicherte.

Ergebnis oft nach einem Tag

Die Zahl der durchgeführten Tests ist in Deutschland sehr hoch, verglichen mit anderen Staaten. Das führt zu einer hohen Quote von negativ ausgefallenen Testergebnissen. In den meisten Fällen haben die Menschen tatsächlich nur eine gewöhnliche Grippe oder Erkältung, die sie zu Hause auskurieren sollten. Manchmal liegt auch eine Allergie vor, rezeptfreie Antihistaminika helfen bei einer allergischen Reaktion.

Eine entnommene Probe kann in einem Labor innerhalb von sechs Stunden verarbeitet werden. Dann wissen die Mediziner bereits, ob eine Infektion vorliegt. Das gesamte Prozedere von der Entnahme, dem Transport ins Labor und die Verkündung des Ergebnisses dauert deutlich länger.

Meist erfahrenen betroffene Personen innerhalb von 24 Stunden, ob sie positiv auf Corona getestet wurden. In manchen Fällen, etwa zu Spitzenzeiten oder an Wochenenden und Feiertagen können auch bis zu 48 Stunden vergehen.

Verhalten bei einem Verdacht

Wer unter Verdacht steht, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben, muss Schutzmaßnahmen ergreifen. Alle Personen mit verdächtigen Symptomen sollten sich umgehend in eine freiwillige Quarantäne begeben. Das schließt auch alle Personen ein, die im selben Haushalt leben. Personen, zu denen in den letzten sieben bis 14 Tagen ein enger Kontakt bestand, sind zu informieren.

Erst wenn das Testergebnis vorliegt und negativ ausgefallen ist, kann die freiwillige Quarantäne aufgehoben werden. Damit es erst gar nicht zu einem Verdachtsfall kommt, können Menschen sich in der Öffentlichkeit schützen. Das Tragen einer Maske, die Mund und Nase bedeckt, wird empfohlen. Zudem ist der Kontakt zu anderen Personen zu reduzieren und stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter einzuhalten.

Über Robert Milan

Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.