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Wenn man von Hausstaubmilben gequält wird

Wenn man von Hausstaubmilben gequält wird

Eigentlich will man sich ja in seinem Zuhause wohl und gut fühlen können. Schließlich sollten die eignen vier Wände der Rückzugsort sein, wo man sich vom Alltag erholen, entspannen und wieder Kräfte sammeln kann. Aber einigen geht es so, dass sie sich schlapp, irgendwie unwohl und sogar sehr unausgeschlafen fühlen. Lange wird dann gerätselt und vermutet, woran dies denn wirklich liegen könnte.

Ist es der Alltag oder sind es irgendwelche Sorgen die einen belasten, liegt es an der Ernährung oder an einer Erkrankung, die man noch nicht entdeckt hat? Der Grund dafür kann dann naheliegender sein, als man denkt. Denn er könnte sich tatsächlich im eigenen Bett befindet. Unter Umständen hat man nämliche eine Allergie gegen das, was sich im Bett befindet, die sogenannten Hausstaubmilben. Diese Allergie wird gerne auch umgangssprachlich Hausstauballergie genannt.

Wenn es sich um so eine Hausstauballergie handelt, ist der Verursacher dieser Beschwerden aber gar nicht der Hausstaub, sondern die Allergene werden hauptsächlich durch den Kot von den Hausstaubmilben erzeugt. Diese kleinsten Kotpartikel werden dann mit dem Hausstaub weiterverteilt. Egal wie sauber man versucht seinen Haushalt zu führen, kein Wohnraum ist wirklich frei von Hausstaubmilben. Sie können sich nicht nur im Bett befinden.

Hausstaubmilben findet man in Vorhängen, Teppichböden und auch in Polstermöbeln. Wer also unter einer Hausstauballergie leidet, wird deswegen auch das ganze Jahr über Beschwerden haben, die sich durch Niesen und eine laufende Nase äußern können. Wenn es sich um eine allergische Reaktion der oberen Atemwege handelt, ist auch die Rede von einem allergischen Schnupfen oder einer allergischen Rhinitis.

Wie sich die Symptome äußern können

Wenn Menschen unter einer Hausstauballergie leiden, müssen sie häufig niesen und ihre Nase läuft oder ist oft verstopft. Wenn es sich um stärkere Beschwerden handelt, können sich die Personen zusätzlich recht schlapp und auch müde fühlen. Außerdem kann es um Tränen und Jucken der Augen kommen und die Augenlider können zudem noch anschwellen. Bei einer Hausstauballergie kann es auch zu asthmatischen Beschwerden wie zum Beispiel Husten, Kurzatmigkeit oder pfeifenden Atem kommen.

Wenn man das mit einer Pollenallergie (Heuschnupfen) vergleicht, sind bei der Hausstauballergie die Symptome eher weniger stark. Dafür treten sie aber das ganze Jahr über auf. Die Beschwerden sind dann morgens oder auch nachts besonders stark. Das liegt daran, weil sich in den Bettdecken und Bettkissen sowie in den Matratzen und in den Bettbezügen die meisten Hausstaubmilben aufhalten.

Was dagegen helfen kann

Am wirksamsten wäre es sicherlich, wenn man sich von den Allergieauslösern fernhält, um die Beschwerden der Hausstauballergie los zu werden. Leider werden sich aber die Hausstaubmilben nicht ganz vermeiden lassen. Man kann aber die Anzahl durchaus dezimieren.

Ein spezieller Filter für den Staubsauger

Eine Möglichkeit wäre es zum Beispiel, einen Staubsauger mit Hepa Filter zu verwenden. Hepa ist die Abkürzung für “High Efficiency Particulate Air”, was übersetzt so viel wie “hocheffizient gegen Teilchen in der Luft” bedeutet. Das heißt, dass diese Filter in der Lage sind, die Luft in Räumen auch von mikroskopisch kleinen Teilen zu befreien. Somit sollen die Staubsauger mit einem Hepa Filter auch die Luft von Hausstaubmilben-Kot und Bakterien und anderen Dingen freihalten können.

Bestimmte Dinge im Schlafzimmer verändern

Zusätzlich kann man gerade im Schlafzimmer noch einige Maßnahmen ergreifen. Beispielsweise wäre das, den Boden feucht zu wischen und einen speziellen milbendichten Matratzenbezug zu verwenden. Auch sollte man die Bettwäsche häufiger bei über 60 Grad Celsius waschen und am besten alle Staubfänger wie Polstermöbel, Teppiche oder auch Vorhänge entfernen.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit verändern

Die Hausstaubmilben leben länger, wenn es warm ist und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Deswegen ist es sicherlich besonders sinnvoll, die Temperatur im Schlafzimmer bei ca. 18 bis 20 Grad zu halten. Zusätzlich sollte noch regelmäßig gelüftet werden. Dagegen können die sogenannten Luftbefeuchter oder auch Pflanzen für das Milbenwachstum förderlich sein und sind deshalb für das Schlafzimmer nicht zu empfehlen.

Anti-Milben-Sprays verwenden

Auf dem Markt erhält man zusätzlich Anti-Milben-Sprays, die Akariziden (Insektengift gegen Milben und Zecken) enthalten. Diese sollen helfen, die Beschwerden zu verringern. Man kann sie dafür unter Matratzenbezüge sprühen.

Den Hausstaub wird man nicht ganz vermeiden können. Immer kann etwas Staub aufgewirbelt werden. Dann verteilt er sich in der Luft und wird gemeinsam mit den sich darin befindenden Allergenen eingeatmet – und dies führt auch sicherlich immer wieder zu gewissen Symptomen.  Das erhöhte Risiko für eine Allergie kann auch vererbt werden.

Dazu können noch Umgebungseinflüsse wie beispielsweise Luftverschmutzung oder Zigarettenrauch dazukommen, die dann die Allergien begünstigen. Man glaubt auch verstärkt, dass die hohen Hygienestandards und das weniger werdende Auftreten von bestimmten Infektionen im Kindesalter dazu beitragen könnten, dass sich Allergien heutzutage immer mehr verbreiten. Wahrscheinlich soll das Abwehrsystem bei vielen Menschen dadurch weniger trainiert sein, als es früher der Fall war.

Über Robert Milan

Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.