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Allergieentstehung

Allergieentstehung

Auch wenn die Gründe für den Ausbruch einer Allergie wegen der enormen Vielfalt der potentiellen Auslöser in diesem Rahmen nicht abschließend zu klären ist, so kann die Frage nach der Entstehung einer Allergie und die Funktionsweisen im menschlichen Organismus ziemlich einfach erklärt werden.

Als Beispiel verwenden wir hier die Allergie vom Typ I (Soforttyp). Kommt es zum ersten Kontakt mit einem Allergen, erfolgt im Körper die so genannte Sensibilisierung. Das bedeutet, dass der Organismus das Allergen als Fremdkörper erkannt hat und nun Abwehrstoffe dagegen produziert. Außerdem wird in bestimmten Zellen die Information abgespeichert, was bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen zu tun ist.

Abwehrmaßnahmen des Immunsystems

Bei einem zweiten Kontakt, während der so genannten Effektorphase, kommt es dann zu Abwehrmaßnahmen des Immunsystems. Beteiligt sind hier spezielle Antikörper, die so genannten Immunglobuline (IgE). Beispiele für diese Allergie sind die Pollenallergie, Tierhaarallergie und die Allergie gegen Hausstaub.

Die zweite Variante ist der Spättyp auch Allergietyp IV genannt. Anders als beim Typ I verursachen hier nicht IgEs die allergischen Symptome, sondern T-Lymphozyten. Bei einem Erstkontakt lagern sich spezielle Abwehrkörper an den Zellen ab.

Kommt es zu einem weiteren Kontakt mit dem Allergen, kann es zu teilweise schweren Reaktionen kommen. Ein Beispiel für eine Allergie vom Typ IV ist die Nickel-Allergie. Reaktionen treten hier mit einer Verzögerung von 24 bis 72 Stunden ein.

Erbliche Veranlagungen Schuld an Allergien?

Ein weiterer Grund für das Ausbrechen von Allergien sind erbliche Veranlagungen. Es gibt zwar kein spezielles Allergie-Gen, doch ist nachgewiesen, dass wenn ein oder beide Elternteile eines Kindes Allergiker sind, die Möglichkeit für das Kind signifikant steigt, ebenfalls an einer Allergie zu erkranken.

Des Weiteren wird die Urwaldhypothese oder Hygienehypothese als Auslöser für Allergien diskutiert. Diese besagt nach Angabe einiger Untersuchungen, dass wenn Kinder schon sehr früh in ihrem Leben oder während der Jugend mit einer Vielzahl von Allergenen und Krankheitsauslösern konfrontiert werden, dass diese im Verglich zu anderen Kindern später in ihrem Leben deutlich seltener an Allergien leiden.

Dies Untersuchungen wurden in Deutschland in erster Linie an Bauernhofkindern und Stadtkindern durchgeführt. Dabei hat sich auch gezeigt, dass bereits Neugeborene über diesen Schutz verfügen können, wenn sich die Mutter während der Schwangerschaft häufig im Stallmilieu aufgehalten hat.

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