Diese Lebensmittel sollte man bei einer Glutenunverträglichkeit meiden

Diese Lebensmittel sollte man bei einer Glutenunverträglichkeit meiden
Diese Lebensmittel sollte man bei einer Glutenunverträglichkeit meiden
Bei einer Glutenunverträglichkeit handelt es sich um eine Krankheit, bei der die betroffenen Personen das Klebereiweiß (Gluten) in den Nahrungsmitteln nicht vertragen. Allerdings ist Gluten Bestandteil von zahlreichen Getreidearten wie etwa Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Dinkel und mehr. Insbesondere vor einigen Jahren war es ein großes Problem glutenfreies Brot zu finden. Mittlerweile hat sich dies glücklicherweise geändert. Doch welche Lebensmittel aus den verschiedenen Getreidesorten sollte man noch meiden?

Wissenswertes zur Glutenunverträglichkeit

Leider sind die Ursachen einer Zöliakie nicht bekannt, auch wenn die Forschung schon recht weit fortgeschritten ist. Es wird vermutet, dass eine erbliche Ursache dahinterstecken könnte, da Glutenunverträglichkeit auch mit anderen Krankheiten in Verbindung gebracht werden. Dies sind unter anderem Schilddrüsenerkrankungen, Diabetes, Osteoporose, wie auch Laktoseintoleranz und rheumatische Erkrankungen. Da das Beschwerdebild sehr unterschiedlich sein kann, wird häufig nicht direkt an eine Glutenunverträglichkeit gedacht. Die Beschwerden können von leichten Durchfällen bis hin zu Entwicklungsstörungen bei Kindern reichen.

Welche Lebensmittel sollte man meiden?

Wie bereits erwähnt, ist Gluten in vielen Getreidesorten enthalten. Neben den oben genannten findet sich das Klebereiweiß auch in Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut und Triticale und somit auch in Mehl und Grieß. Ein glutenfreies Brot zu erhalten, war lange Zeit nahezu unmöglich. In der Zwischenzeit bieten jedoch viele Bäckereien dieses Brot an.

Des Weiteren ist natürlich in allen Lebensmitteln, die aus Gerste hergestellt werden, Gluten enthalten. Dies sind etwa Stärke, Müsli, Paniermehl oder auch Teigwaren und Bier.

Dann gibt es noch Lebensmittel, die verstecktes Gluten enthalten. Zu diesen zählen:

  • Fertiggerichte wie Saucen, Suppen, Gewürzmischungen oder auch andere Fertiggerichte
  • Pudding, da hier Stärke enthalten ist
  • Pommes Frites, Kroketten und weitere Fertigprodukte aus Kartoffeln
  • Wurstwaren
  • Käseprodukte mit Kräutern
  • Milchprodukte mit Früchten
  • Light-Produkte
  • Süße Cremes und Chips
  • Schokolade
  • Ketchup, Senf etc.
  • Panierte Fischgerichte und Fischkonserven

Wie man sehen kann, gibt es jede Menge Lebensmittel die Gluten enthalten. Insbesondere bei den versteckten Glutenprodukten ist es nicht einfach für den Betroffenen, weshalb er sich genau mit der Materie auseinandersetzen muss.

Sicher ist jedoch, dass bei Fertiggerichten aller Art sowie bei verarbeiteten Produkten Gluten enthalten ist. Glücklicherweise muss auf der Inhaltsliste jeder Zusatz angegeben werden und die Betroffenen können so schnell sehen, ob sich Gluten oder verstecktes Gluten in dem Produkt enthalten ist. Einiger Hersteller bringen zudem einen zusätzlichen Hinweis für Allergiker auf der Verpackung an.

Diese Nahrungsmittel sind glutenfrei

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte natürlich immer nur frisch kochen und kann dabei diese Lebensmittel problemlos verwenden, da diese vollkommen frei von Gluten sind.

  • Hülsenfrüchte
  • Milch- und Milchprodukte
  • Fleisch
  • Fisch
  • Öle und Fette
  • Eier
  • Frisches Obst und Gemüse – Dosenobst nur dann, wenn es ohne Emulgatoren, Verdickungsmittel, Stärke oder Konservierungsstoffe hergestellt ist.
  • Fertigprodukte mit dem Hinweis „Glutenfrei“
  • Nüsse aller Art
  • In Salz eingelegter Frischkäse
  • Gekochter und roher Schinken, Bratenaufschnitt
  • Honig, Konfitüre, Nuss- und Mandelmus, Pflaumenmus
  • Tees, frisch gebrühter Kaffee, reine Fruchtsäfte, Wein, Sekt
  • Tofu
  • Reis-, Soja- und Hafermilch

Für Mehle gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen, damit auch Betroffene mit einer Glutenunverträglichkeit Pizza, Kuchen und Brot bedenkenlos verzehren können.


FAQ: Glutenunverträglichkeit

Wie merkt man, dass man Gluten nicht verträgt?

Anzeichen einer Glutenunverträglichkeit können vielfältig sein und umfassen Symptome wie Verdauungsbeschwerden (z.B. Blähungen, Durchfall, Verstopfung), Bauchschmerzen, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautprobleme und sogar depressive Verstimmungen. Bei Zöliakie, einer Autoimmunerkrankung, kommt es zu einer Entzündung des Dünndarms, was zu Nährstoffmangel führen kann.

Was darf man bei einer Glutenunverträglichkeit nicht essen?

Personen mit Glutenunverträglichkeit sollten Produkte meiden, die Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel enthalten. Dazu gehören viele Brot-, Gebäck- und Teigwaren, aber auch versteckte Glutenquellen wie Soßen, Fertiggerichte und einige Bierarten. Stattdessen kann auf glutenfreie Alternativen wie Mais, Reis, Buchweizen, Quinoa oder speziell gekennzeichnete glutenfreie Produkte zurückgegriffen werden.

Kann man plötzlich eine Glutenunverträglichkeit entwickeln?

Ja, es ist möglich, dass sich eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie im Laufe des Lebens entwickelt. Die Gründe hierfür können genetische Faktoren, Veränderungen im Immunsystem oder Auslöser wie Stress oder Infektionen sein.

Was passiert, wenn man trotz Glutenunverträglichkeit Gluten zu sich nimmt?

Bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit kann die Aufnahme von Gluten zu den oben genannten Symptomen führen. Bei Zöliakie kann die fortgesetzte Glutenzufuhr zu einer Schädigung der Dünndarmzotten führen, was zu Nährstoffmangel und anderen gesundheitlichen Problemen führen kann.

Wieso habe ich plötzlich Glutenunverträglichkeit?

Eine plötzliche Glutenunverträglichkeit kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Dazu gehören genetische Veranlagung, Veränderungen im Darmmikrobiom, Stress, eine vorangegangene Infektion oder andere Auslöser, die das Immunsystem beeinflussen.

Wie bekommt man eine Glutenunverträglichkeit wieder weg?

Eine Glutenunverträglichkeit, insbesondere Zöliakie, ist derzeit nicht heilbar. Die einzige wirksame Behandlung ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung. Bei Nicht-Zöliakie-Glutenempfindlichkeit kann eine zeitweise Reduktion oder Eliminierung von Gluten aus der Ernährung zur Verbesserung der Symptome führen, jedoch sollte dies immer in Absprache mit einem Arzt oder Ernährungsspezialisten erfolgen.

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Robert Milan

Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen… More »
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