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Eichenprozessionsspinner – Ausschlag und Allergische Reaktionen
Eichenprozessionsspinner - Gefahr für Allergien und Ausschlag

Eichenprozessionsspinner – Ausschlag und Allergische Reaktionen

Bereits seit Ende der 90er Jahre ist der Eichenprozessionsspinner auch in Deutschland immer häufiger zu finden. Die Raupen bereiten sich gerade im Sommer aus und richten bei Menschen mit einer Allergie Schäden an. Eichen bevorzugen diese kleinen Tiere besonders. Daher auch der Name. Aber auch andere Bäume können von der Raupe besiedelt werden.

Gefährlich dabei ist nicht das Tier selber, sondern die Härchen, die am ganzen Körper verteilt sind. Hier befindet sich ein Nesselgift, welches bei empfindlichen Menschen sehr gefährlich werden kann.

Was sind Eichenprozessionsspinner?

Wie bei den meisten Raupen handelt es sich bei dem Eichenprozessionsspinner um eine Larve eines Schmetterlings. Die Tiere fliehen in der Nacht und die Eier werden in den Baumkronen von Eichen abgelegt. Die Raupen können auch an anderen Bäumen oder Sträuchern vorgefunden werden, jedoch werden die Eichen bevorzugt. Ab Mai beginnen die Larven sich aus den Eiern zu schälen.

Ab diesem Zeitpunkt stehen 6 unterschiedliche Phasen an, die der Eichenprozessionsspinner durchläuft. Als Nahrung dienen ihnen die frischen Triebe des Baumes. Außerdem leben sie in großen Familien zusammen. Für die Häutung bauen sich die Eichenprozessionsspinner kleine Gespinsternester. Hier können sie sich ungestört aus Ihrer Haut schälen. Die Raupen bilden häufig eine bis zu 10 Meter lange Prozession, ähnlich wie bei einem feierlichen Rundmarsch.

Warum sind Eichenprozessionsspinner gefährliche Tiere?

Am Körper der Eichenprozessionsspinner befinden sich viele weiße lange Haare. Und genau diese sind schuld an einem Ausschla oder einer allergischen Reaktion. Diese Haare haben ein Nesselgift, welches bei der Berührung freigesetzt wird und dann die Beschwerden auslösen kann. Das gefährliche ist die lange Überlebensdauer dieser Haare.

Sie können leicht abbrechen und mit dem Wind überall verteilt werden. Auch aus den Nestern werden sie häufig geweht. Die Haare können sich überall festsetzen. Im Unterholz, an der Kleidung oder an andere Gegenständen. Das bedeutet sie sind auch noch gefährlich, wenn die Eichenprozessionsspinner längst zu Schmetterlingen geworden sind.

In den Haaren befindet sich ein Stoff, der tief in die Haut der Menschen eindringen kann. Besonders beliebt sind dabei die Halspartie oder auch das Gesicht. Auch Arme werden häufig von den Härchen befallen. Besonders betroffen sind Menschen die in der Nähe der Eichenprozessionsspinner wohnen oder arbeiten. Gerade durch die leichte Übertragbarkeit mit dem Wind müssen Sie nicht einmal in unmittelbarer Nähe einer Eiche sein.

Eichenprozessionsspinner – Ausschlag und allergische Reaktionen die Symptome

Die Symptome und damit auch die Reaktion sind ganz unterschiedliche. Manche Menschen reagieren heftiger als andere. Es gibt welche, die nur einen Ausschlag bekommen und andere die mit heftigen allergischen Reaktionen zu kämpfen haben. Der Eichenprozessionsspinner kann neben Ausschlägen und Juckreiz auch Kopfschmerzen oder Übelkeit auftreten.

Bei sehr empfindlichen Menschen kann Atemnot entstehen, die bis zu einem Asthmaanfall führen kann. Extreme Symptome wie Bewusstlosigkeit oder auch bei einem Kreislaufkollaps sollten dazu führen, dass Sie umgehen einen Krankenwagen rufen. Kleinere Beschwerden können Sie bei Ihrem Hausarzt oder auch bei einem Dermatologen abklären lassen, wenn diese sich nicht nach einigen Tagen bessern.

Wenn Sie mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung gekommen sind, gibt es einige Dinge, die Sie sofort umsetzten können. So vermeiden Sie weitere Beschwerden. Die Kleidung, welche Sie bei dem Kontakt getragen haben, sollten Sie nicht in der Wohnung oder im Haus ausziehen. Es besteht sonst die Gefahr, dass Sie die kleinen Haare mit in den Wohnraum nehmen. Waschen Sie die Kleidung bei mindestens 60 Grad, damit die Haare zerstört werden.

Duschen Sie Ihren Körper gründlich ab. Vermeiden Sie dabei heißes Wasser. Eine kühle oder lauwarme Temperatur kann den Juckreiz minimieren. Lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Unterschiedliche Medikamente und Salben können die Symptome ebenfalls minimieren. Am besten Schützen Sie sich, wenn Sie den Eichenprozessionsspinner komplett meiden.

Über Robert Milan

Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.