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Allergien beim Hund
Allergien beim Hund: Ist es möglich, dass Ihr Hund an einer Allergie leidet?

Allergien beim Hund

Wie äußert sich eine Allergie beim Hund? Allergien gelten als äußerst unangenehm. Hinzu kommt, dass diese die Lebensqualität sehr einschränken können. Nicht nur Menschen können außerdem von allergischen Reaktionen, wie chronischen Allergien heimgesucht, denn auch Hunde kann es treffen. Häufiges Kratzen, gehört in diesem Fall oftmals zu den Symptomen.

Haustierbesitzer vermuten dann aber meist, dass ihr Hund mit Flöhen oder Zecken zu kämpfen hat. An eine Allergie denken hier die wenigsten Hundehalter. Erst ein Tierarztbesuch  macht dieses dann ersichtlich. Wer, als Hundebesitzer hingegen weiß, wie sich eine Allergie beim Hund bemerkbar machen kann, der kann diese frühzeitig erkennen und entsprechend handeln.

Was ist eine Allergie eigentlich?

In der Human-, wie in der Veterinärmedizin versteht man eine Allergie, wenn schon bei der Geburt eine solche Neigung im Organismus angelegt wurde. Reagieren Menschen, aber auch Tiere auf ungefährliche Stoffe pathologisch, wenn sie mit diesen in Kontakt kommen, handelt es sich um eine Allergie.  Das heißt, dass Substanzen, die eigentlich vom Organismus vertragen werden, in diesem Fall eine Abwehrreaktion des Immunsystems hervorrufen. Der spezielle Stoff wird auf diese Weise für Mensch oder Tier zu einem Allergen. Dieser ruft dann bei Kontaktaufnahme allergische Reaktionen hervor.

Welche Allergien können bei einem Hund auftreten?

Das ist beim Hund, wie Menschen regional sehr unterschiedlich. Ist der Vierbeiner demnach in eher warmen, wie feuchten Regionen beheimatet, herrschen hier bestmögliche Lebensbedingungen für Flöhe. In Ländern, wie Florida kommt es demnach häufig vor das Hunde an einer Flohallergie leiden. Neben Umweltallergien können Vierbeiner aber ebenso mit einer Futtermittelallergie zu kämpfen haben. Letzteres zählt allerdings zu den eher schwierigen Allergien. Die Häufigkeit lässt sich in diesem Fall nur schwer feststellen, denn oft leiden Hunde an einer Kombination verschiedener Allergien.

Wie lassen sich Allergien beim Hund erkennen?

Der Juckreiz gehört bei einer Allergie beim Hund zu den Hauptsymptomen. Aber nicht nur das häufige Kratzen sollte Hundehalter hellhörig werden lassen, denn viele Vierbeiner lecken sich jetzt auch öfter an den Pfoten und Wälzen, wie Reiben sich am Boden. Hinzu kommt, dass viele Hunde mit Allergien oftmals mit Ohrenentzündungen zu kämpfen haben, die allergisch bedingt sind. Hundebesitzer bemerken in diesem Fall, dass sich ihr bester Freund öfter Schüttelt als sonst.

Häufig riechen die Ohren des Hundes auch unangenehm und im fortgeschrittenen Stadium halten viele Vierbeiner ihren Kopf schief. Mit der Zeit kann eine solche Ohrenentzündung so schmerzhaft werden, dass der Hund anfängt zu jaulen und seinen Kopf gar nicht mehr bewegt. Auch das Kraulen hinter den Ohren mag der Vierbeiner jetzt kaum noch über sich ergehen lassen.

Des Weiteren sind auch die sogenannten Zwischenzehengranulome ein Anzeichen für eine Allergie beim Hund. Dies sind kleine Knötchen, welche aus Entzündungszellen bestehen und sich wiederholt an verschiedenen Stellen in den Zwischenräumen bilden. Meist bildet sich ein Zwischenzehengranulom dann, wenn sich das Abwehrsystem gegen Etwas zur Wehr setzt.

Hierbei kann es sich um einen Infektionserreger oder aber um einen Fremdkörper handeln. Außerdem kann dies aber ebenfalls allergisch bedingt sein. Durch die Allergie ist es außerdem möglich, dass sich Haarfollikel entzünden. Platzen diese Entzündungen kann ebenfalls das Keratin eine Fremdkörperreaktion erzeugen und es entstehen Zwischenzehengranulome.

Ebenso kann es bei einer Allergie aber auch zu sogenannten Hot Spots kommen. Hierbei handelt es sich um nässende, feuchte Stellen, die kreisrund am hinteren Rücken, wie im Wangen- und Halsbereich plötzlich entstehen können. Auch Angioödeme, sowie Urtikaria sind Symptome, die für eine Allergie beim Hund sprechen. Chronisch kommen diese Anzeichen aber nur sehr selten bei den Vierbeinern vor.

Können beim Hund auch ähnliche Allergiesymptome wie beim Menschen auftreten?

Bemerken Hundebesitzer, dass ihr Vierbeiner nicht nur mit Hautproblemen zu kämpfen hat, sondern gleichzeitig viel niest, ist ein Tierarztbesuch empfehlenswert. Allerdings kommt es eher selten vor, dass Hunde ein allergisches Niesen zeigen. Häufiger kommt es in diesem Fall zu einem Juckreiz im Gesicht, so dass die betroffenen Vierbeiner sich Nase, wie Augen öfter reiben. Lediglich eine Bindehautentzündung kann jetzt häufiger auftreten.

Lassen sich Allergien beim Hund durch BARFen vorbeugen?

Leidet der Vierbeiner an einer Futtermittelunverträglichkeit gilt es meist eine Diät, welche vom Tierarzt angeraten wird, einzuhalten. Ebenso können futtermittelunabhängige Allergien durch eine spezielle Ernährung des Hundes therapiert werden. So lässt sich durch eine Umstellung auf BARF das Leben des Tieres ebenfalls leichter gestalten. Bereits für Welpen eignet sich eine biologisch-artgerechte rohe Fütterung. Auf diese Weise kann schon früh etwas gegen die Allergieausprägung unternommen werden.

Während im rohen Fleisch nur eine begrenzte Menge Eiweiße enthalten sind, bringen fertige Futtermischungen den Hund oftmals mit vielen potentiellen Allergenen in Berührung. Hundebesitzer, die wegen einer Allergie auf BARF umsteigen möchten, sollten dies nur in Absprache mit ihrem Tierarzt in die Wege leiten. Liegt eine Futtermittelunverträglichkeit vor, ist eine abgestimmte Ernährung meist die beste Therapie für die betroffenen Vierbeiner. Auch beim BARFen kommt nicht nur rohes Fleisch zum Einsatz, sondern ebenso Flocken, wie Beifutter. Jede Zusatzsubstanz gilt es aber auch hier auf die speziellen Bedürfnisse des tierischen Organismus abzustimmen.

Warum können auch Hunde an einer Futtermittelallergie erkranken?

Es kommt nicht selten vor, dass eine Futtermittelallergie eine Begleiterscheinung weiterer Einflüsse ist. So kann, zum Beispiel, eine Umweltallergie das Abwehr-, wie Verdauungssystem des Vierbeiners in Mitleidenschaft ziehen, so dass verschiedene Bestandteile der Nahrung dann empfindliche Reaktionen auslöst. Häufig sind es dann tierische, wie pflanzliche Eiweiße die für allergische Reaktionen beim Hund sorgen.

Kommt es zu Hautkrankheiten beim Hund werden diese oft mit Allergien in Gleichklang gebracht. Ganz richtig ist dies nicht, auch wenn solche Erkrankungen im Grunde zu den Allergien zählen. Dennoch gibt es noch zahlreiche verschiedene Krankheiten dieser Art, die nicht mit einer Allergie beim Hund in Zusammenhang stehen.

Folgende Erkrankungen beim Hund gibt es:

  • Parasiten (Zecken, Flöhe, Milben)
  • Hautinfektionen ausgelöst durch Bakterien, Pilze, Hefepilze oder Parasiten
  • Ohreninfektionen
  • Futtermittelallergie
  • Umweltallergie
  • Endokrine Erkrankungen
Fazit: Auch eine Allergie beim Hund kann vorkommen. Während viele Vierbeiner in feuchten, warmen Regionen eher mit einer Flohallergie zu kämpfen haben, leiden hierzulande einige Hunde an einer Futtermittelunverträglichkeit, welche oftmals mit einer Umweltallergie in Zusammenhang steht. Häufiges Kratzen, lecken, sowie reiben am Boden kann demnach auf eine Allergie beim Hund hindeuten, muss aber nicht. Wer sich Gewissheit verschaffen möchte, sollte demnach immer einen Tierarzt aufsuchen, denn dieser kann feststellen, ob Ihr Hund allergische Reaktionen zeigt.

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