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Nasenspray bei Allergie

Nasenspray bei Allergie

Um die Symptome einer Allergie zu lindern wird oftmals ein Nasenspray empfohlen. Je nach Allergieursache ist es jedoch erforderlich, auf ein Produkt mit einem bestimmten Wirkstoffen zurückzugreifen. Nur so lässt sich gezielt gegen das unleidliche Befinden vorgehen. Dieser Ratgeber klärt über Nasensprays im Allgemeinen auf, erläutert die Wirkstoffe mit denen gearbeitet wird und welches Pendant sich für welche Allergie eignet.

Warum nutzt man Nasensprays bei Allergien?

Nasenspray bei Allergie
Nasenspray bei Allergie Ratgeber

Ein sehr häufiges Symptom bei Allergien besteht aus einer unendlich laufenden Nase und einen andauernden Schnupfen, der scheinbar niemals aufhören will. Besonders Heuschnupfengeplagte können ein Liedchen davon singen, wie sehr die Nase anschwillt, sie ständig läuft und man am liebsten morgens im Bett bleiben würde, weil dieses Übel mitten im Gesicht kaum auszuhalten ist. Die verstopfte Nase geht nicht selten mit Kopfschmerzen einher.

Dieses Symptom entsteht, weil der Allergieauslöser eingeatmet wird und somit eine umgehende Reaktion entstehen kann. Die Folge davon ist dann die angeschwollene Nasenschleimhaut inklusive laufender Nase. Das produzierte Sekret lässt zu allem Übel auch gerne die Augen brennen und tränen. Leider halten derartige Symptome so lange an, bis die entsprechenden Pollen oder Allergene aus der Luft verschwunden sind, was vom Betroffenen in der Regel nicht beeinflusst werden kann.

Behandelt man diese Probleme nicht in ihren Anfängen, entwickelt sich daraus nicht selten ein allergisches Asthma. Manche Menschen sind je nach Jahreszeit betroffen, andere beim Verzehr bestimmter Speisen. Das Nasenspray ist bei Allergien in jedem Fall immer eine empfehlenswerte Methode, um den lästigen Schnupfen abzumildern.

Wie arbeiten Nasensprays?

Ein Nasenspray hat den Vorteil, dass es direkt an der Nasenschleimhaut arbeiten kann. Anders als beim typischen Schnupfenspray, deren Wirkstoffe für ein Abschwellen der Nasenschleimhaut sorgen, sind sie bei Allergiesprays so konzipiert, dass sie die Freisetzung von Histamin verhindern. Dieser Vorgang ist bei einer Allergie nämlich der Auslöser schlechthin, wodurch die bekannte Symptomatik ‚laufende Nase‘ entsteht.

Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Das Produkt arbeitet direkt an der Schleimhaut und so erfolgt binnen 15 Minuten eine Wirkung. Zudem sind die enthaltenen Wirkstoffe schonender als bei vielen Tabletten, da durch den direkten Kontakt mit der Schleimhaut eine viel niedrigere Dosierung möglich ist und trotzdem eine Wirkung erfolgt.

Weitere Unterschiede – Die Wirkstoffe

Es gibt auch noch weitere Unterschiede, die bei der Wahl des richtigen Produkts eine große Rolle spielen. So gibt es welche, die nur zur Vorbeugung gedacht sind, während andere zur Akutbehandlung eingesetzt werden können. Und dann gibt es zuletzt noch die Kombinationspräparate, die sich sowohl zur Prävention als auch im akuten Fall verwenden lassen. Hierbei ist es wichtig zu wissen, mit welchen Wirkstoffen man arbeiten kann. Diese sind:

  • Vorbeugung: Chromoglicinsäure
  • Akutbehandlung: Levocabastin, Azelastin
  • Vorbeugung und Akutbehandlung: Antihistaminikum

Zuletzt gibt es auch noch die systemische Behandlung, bei welcher der Wirkstoff Loratadin und Cetirizin eingesetzt werden. Beide besitzen eine erheblich geringere sedierende Wirkung. Zudem gibt es sie neben der Darreichungsform des Nasensprays auch als Tropfen oder Saft.

In besonders schwerwiegenden Fällen, bei denen die Nasenschleimhaut gar nicht mehr abschwillt, wird Xylometazolin oder Oxymetazolin angewandt, was aufgrund seiner starken Wirkung jedoch nicht länger als wenige Tage Anwendung finden sollte, da sie dauerhaft für Schäden sorgen können.

Tritt eine Gewöhnung ein?

In diesem Punkt scheiden sich laut manchen Diskussionen die Geister. Nasensprays genießen generell keinen besonders guten Ruf, da sie die Nasenschleimhaut austrocknen und dadurch einen Gewöhnungseffekt herbeiführen – Vorausgesetzt, man verwendet sie zu lange. In der Regel genügt eine Therapiezeit von etwa einer Woche.

Ist eine längere Behandlungszeit erforderlich, sollte man sich mit seinem Allergologen beraten, welcher Wirkstoff weniger schädlich ist und vielleicht auf ein anderes Produkt umsteigen. Was sich jedoch sagen lässt, ist dass ein Antihistaminikum anders gegen eine Allergie vorgeht als das typische Schnupfenspray.

Hierbei verhindert der Wirkstoff die Bindung zwischen Histamin und den Histamin-Bindungsstellen und vermeidet so, dass das Histamin erst freigesetzt wird und Beschwerden verursacht. Daher ist eine Gewöhnung unwahrscheinlicher ist als bei anderen Wirkstoffen. Eine besondere Vorsicht besteht bei kortisonhaltigen Produkten, die bei einer zu langen Anwendungsdauer laut Stiftung Warentest örtliche Schäden hervorrufen können.

Nasenspray bei Allergie
Nasenspray bei Allergie Ratgeber

Welche Allergien lassen sich mit Nasenspray behandeln?

Nicht jede Allergie löst auch gleichzeitig eine laufende Nase aus oder einen chronischen Schnupfen. Doch gibt es ganz typische Allergien, für deren Behandlung sich ein Spray eignet. Diese sind:

  • der typische Heuschnupfen
  • Allergie gegen Hausstaub (meist auch gegen Hausstaubmilben)
  • Tierhaare und -schuppen
  • Schimmelpilze
  • Lebensmittelallergien
  • Allergien die durch den Beruf hervorgerufen werden

Bei anderen Allergien ist es nur empfehlenswert auf ein Nasenspray zurückzugreifen, wenn als Symptom auch die laufende Nase auftritt. Andernfalls sollte man eher auf ein Präparat in Tablettenform zurückgreifen.

Das Nasenspray als Allergieauslöser

Ein weiteres Thema, welches immer wieder gerne diskutiert wird, befasst sich damit, dass das Nasenspray selbst zum Allergieauslöser werden kann. Schuld daran sind meistens die enthaltenen Konservierungsmittel, die in größeren Flaschen verwendet werden. Um diesem Risiko zu entgehen, empfiehlt sich die Verwendung von Einmaldosen.

Denn was viele nicht wissen ist, dass es die große Flasche oftmals auch in kleineren Behältern gibt und die nach Gebrauch einfach entsorgt werden. Dadurch dass der Inhalt nicht lange frisch gehalten werden muss, wird bei der Produktion auf die Verwendung von Konservierungsstoffen verzichtet.

Sind Nasensprays gegen Allergien rezeptfrei?

Der Markt bietet zahlreiche frei verkäufliche Nasensprays. Allerdings ist ein Großteil davon nicht unbedingt für die Behandlung von Allergiesymptomen geeignet. Wichtig ist bei der Wahl des richtigen Produkts, dass man auf die Inhaltsstoffe achtet. Um zu wissen, welcher Wirkstoff der Richtige ist, sollte man die zu behandelnde Allergie kennen und nicht wild zu einem Nasenspray greifen, nur weil es einem richtig erscheint.

Wurde bereits ein Test bei einem Allergologen gemacht, empfiehlt dieser in der Regel ein passendes Medikament, mit dem sich gegen die Symptome fachgerecht vorgehen lässt. In diesem Fall stellt der behandelnde Arzt auch ein Rezept aus, welches ein Produkt enthält, das auf dem freiverkäuflichen Markt nicht erhältlich ist, sondern als rezeptpflichtig gilt.

Konservative Alternativen zum Nasenspray

Der Markt bietet neben den Tabletten auch noch andere Alternativen, die sich besonders bei Heuschnupfen bezahlt machen. Wenn dieser sich mal wieder über mehrere Wochen hinzieht, ist eine Salzwasser-Nasenspülung als Behandlung empfehlenswert. Sie ist einfach vorzunehmen und schädigt die Nasenschleimhaut auf Dauer nicht so stark wie manches Nasenspray. Dies wurde von Professor Harald Morr, der bei der ‚Deutschen Lungenstiftung‘ arbeitet, festgestellt.

Allerdings sollte man sich hier in jedem Fall auf eine Behandlung pro Tag beschränken. Weitere Methoden sind von der Art der Allergie abhängig. So wird beispielsweise bei einer Hausstauballergie empfohlen, Matratzen aus Latex oder Schaumstoff zu kaufen, die mit einem milbendichten Überzug versehen werden. Für Schimmelpilzallergiker ist hingegen das Aussortieren von Feuchtigkeitsquellen angeraten.

Dauerhafte Besserung mittels Hyposensibilisierung

Wenn man genau weiß, woher die Allergie kommt und welche Pollen sie verursachen, hilft auch eine Desensibilisierung. Ehe sie allerdings einen guten Effekt verspricht, vergehen oftmals drei bis fünf Jahre. In dieser Zeit wird dem Betroffenen immer wieder eine geringe Dosis (die sich mit der Zeit steigert) injiziert, um den Körper daran zu gewöhnen.

Der Pegel der Unverträglichkeit gelangt somit immer weiter nach oben, so dass die Toleranzgrenze sich steigern lässt. Nach Ablauf dieser Zeit ist es lediglich erforderlich, alle vier bis acht Wochen ’nachzuimpfen‘, um den Pegel zu halten. Leider ist diese Methode nicht immer von Erfolg gekrönt, aber in jedem Fall einen Versucht wert.

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Über Robert Milan

- Seit 2005 Experte im Bereich gesundheitliche Ernährung und Nahrungsergänzung. Als langjähriger Medizinautor entsprechen seine Inhalte dem aktuellen medizinischen Wissensstand und begründen sich ebenfalls auf ärztliche Fachliteratur und der aktuellen medizinischen Leitlinie.